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SP fordert Massnahmenprogramm
Der Aarauer Stadtammann Marcel Guignard hielt am 20. November in Zürich die Begrüssungsrede zur Veranstaltung „Tag der Städte - Die Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft in Städten und Gemeinden", an welcher innovative Ansätze einer zukunftsgerichteten, kommunalen Energiepolitik aufgezeigt wurden. Die Energiepolitik der Stadt Aarau konnte der Stadtammann in seiner Begrüssungsrede leider nicht als glänzendes Vorbild städtischer Energiepolitik anführen und musste hierfür auf die Gastgeberstadt Zürich verweisen.
Marcel Guignard forderte als Präsident des Schweizerischen Städteverbandes in seiner Rede eine stärkere Einbindung der Städte in die Energiepolitik des Bundes und der Kantone. Das setzt jedoch eine innovative Energiepolitik der Städte und nicht nur einzelner Pionierstädte voraus, um nicht Rückschritte des Erreichten in Kauf nehmen zu müssen. Ein Beispiel für eine weniger als nur durchschnittliche, städtische Energiepolitik liefert leider auch Aarau.
Im Jahr 2005 wurde die Stadt Aarau mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet. Das Label ist ein Leistungsausweis für eine konsequente Energiepolitik und wird durch das Bundesamt für Energie und den Trägerverein Label Energiestadt vergeben. Der Leistungsausweis für Aarau ist ernüchternd: Die Energiepolitik der Stadt Aarau erreicht 55% der maximal erreichbaren Punktzahl. Damit erreicht Aarau gerade mal Platz 138 unter den 192 Energiestädten.
Eine zukunftsgerichtete Energiepolitik stellt sich den zentralen
Herausforderungen der heutigen Energienutzungen: der Klimaerwärmung,
der Ausbeutung nicht erneuerbarer Ressourcen (Erdöl, Erdgas, Uran)
sowie der Belastung von Luft und Böden. Das Konzept der
2000-Watt-Gesellschaft, an welcher der Kanton Aargau seine
Gesamtenergiestrategie ausgerichtet hat, begegnet diesen zentralen
Herausforderungen.
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Die SP Aarau unterstützt als Mitinitiantin der Initiative „Energiestadt Aarau konkret" die 2000-Watt-Gesellschaft als langfristiges Ziel, fordert aber auch, dass heute konkrete Ziele formuliert und entsprechende Massnahmen ergriffen werden, um der Klimaerwärmung und der Ausbeutung nicht erneuerbarer Ressourcen Einhalt zu bieten. Deshalb hat die SP Aarau eine Motion eingereicht (Investitionskredit für ein Vierjahresprogramm zum Erwerb des Goldlabels Energiestadt «European Energy Award®Gold»), welche den Stadtrat auffordert, konkrete Ziele der städtischen Energie- und Klimapolitik für die nächsten fünf Jahre zu formulieren und ein Massnahmenpaket vorzuschlagen, das diese Ziele umsetzt.
Am Ende seiner Begrüssungsrede wünschte Marcel Guignard den Anwesenden viel Erfolg für die Umsetzung einer nachhaltigen, städtischen Energiepolitik. Leider waren an der Tagung nur Vertreter der SP Aarau anwesend, jedoch keine aus der städtischen Verwaltung oder anderer Parteien - auch Marcel Guignard musste offenbar noch weitere Termine wahrnehmen. Die SP Aarau setzt sich für eine städtische Energiepolitik ein, welche zu einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen beiträgt und die Abhängigkeit von Energieimporten und Preisschwankungen auf den internationalen Erdölmärkten senkt. In einer Zeit, in welcher Städte wie Zürich oder Schaffhausen sich zur nachhaltigen Entwicklung bekennen und durch die Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft bis ins Jahr 2050 konkretisieren, droht die Stadt Aarau als Hauptort des Energiekantons Aargau ohne das Setzen ambitiöser Ziele und die Umsetzung griffiger Massnahmen ins energiepolitische Abseits zu geraten.
Aarau, 20.11.2009
SP-Aarau
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